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Aug 22 2012

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Die „Harvard-Kiddie-These“

Anläßlich des Artikels Kommentar: Keine Sternchen für Conrad, erschienen auf heise-resale (ggf. Reseller-Account benötigt, um Artikel lesen zu können), habe ich mich zu einem Leserbrief, neudeutsch „Forum-Kommentar“ hinreißen lassen. Dieser beschäftigt sich mit meiner „Harvard-Kiddies“-These, welche kurz gefaßt folgendes besagt:

HandyinRaten.de

  • Hochqualifizierte Elite Studenten können Unternehmen schaden,
  • wenn Sie mit dem geheimen Vorbehalt, sich nur profilieren zu wollen, antreten,
  • und für ihren Erfolg immaterielle Werte des Unternehmens verbrauchen.

 

Dies ist ein weiterer Vorfall, den ich als Beispiel in meine
„Harvard-Kiddies-These“ aufnehmen kann.

Viele Unternehmen, die sich durch langfristig gute Leistungen
etabliert haben, fallen diesem Harvard-Kiddie-Virus zum Opfer. Es ist
immer der selbe Ablauf:
Je weiter sich eine Firma vom Mittelständischen Familienunternehmen
entfernt und in Richtung AG driftet, desto kurzsichtiger wird das
Management. Es zählt nicht mehr der langfristige Erfolg, sondern nur
noch das nächste Quartalsergebnis.

Frisch von der Uni gekommene Harvard-Kiddies wenden dann
rücksichtslos alles, was sie gelernt haben, auf die wehrlose Firma
an. Einschließlich der Veräußerung des Tafelsilbers. Da wird dann der
gute Ruf, der Kundenstamm usw. ausgenutzt und gnadenlos
ausgequetscht. Denn das sind immaterielle Werte, die in der Bilanz
nicht auftauchen. Alles ist erlaubt, was das Quartalsergebnis
verbessert.

Ist der Firma dann die Substanz entzogen worden, haben die
Harvard-Kiddies schon längst – aufgrund ihrer „besonderen“ Leistungen
– bessere Jobs in höheren Positionen in anderen Firmen. Schließlich
haben sie gezeigt, dass sie „ihre“ Abteilungen/Firmen sogar gegen den
Trend mit überdurchschnittlichem Ergebnis geführt haben.

Ähnlich ist auch das Geschäftsmodell einiger Firmen, die anfangs
durch beste Qualität zu niedrigsten Preisen und trotz minimalstem
Gewinn groß und bekannt werden, um dann fürderhin Produkte von
mäßiger Qualität zu hohen Preisen abzusetzen – und sozusagen die
Früchte ihrer Investionen der Vergangenheit ernten. Riskant, aber oft
genug klappt es.

Barclaycard Gold Visa 640x480.gif

Über den Autor

Mario Liedtke

Mario Liedtke hat 2013 an der DAA Düsseldorf den 'Staatlich geprüften Betriebswirt' erworben. Nun bastelt er an seinem Master (MBA). Außerdem fotografiert er gerne und fliegt gelegentlich 3D-fähige RC-Helicopter. Manchmal verbindet er auch beides miteinander.

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