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Aug 06 2011

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Produktionsfaktoren in der BWL und der VWL

DAA BWL 06.10.10

HandyinRaten.de

Traditionell gab es „nur“ die Wirtschaftswissenschaften. Neuzeitlich haben sich aber zwei Disziplinen herausgebildet, die fortan separat betrachtet werden. Hierbei ist die Volkswirtschaft der ältere Zweig. Die Spaltung sorgt leider auch für eine nicht mehr einheitliche Betrachtung der Produktionsfaktoren, so dass für diese nunmehr -je nach Perspektive- zwei Definitionen gelten.

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Produktionsfaktoren in der BWL und der VWL

VWL Arbeit Boden Kapital
Einkünfte Lohn + Gehalt Grundrente Zins
BWL dispositive
-oder-
ausführende Arbeit
Betriebsmittel Werkstoffe

Arbeit
wird in der BWL nochmals unterteilt in die organisierende und anordnende Instanz, die im Sinne der unternehmerischen Zielsetzung (-> z.B. Gewinnmaximierung) für den optimalen Einsatz der übrigen Faktoren sorgt – und in die tatsächlich ausführende Arbeit, z.B. in der Produktion oder im Handel.

Boden vs. Betriebsmittel
In der VWL zählt Boden traditionell vorwiegend landwirtschaftlich, und umschliesst vor allem Anbau, Abbau und Standort. In der BWL, welche später entstand und somit „moderner“ ist, zählt Boden als Betriebsmittel zu denen auch Maschinen, Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zählen.

Kapital vs. Werkstoffe
ist/sind in der BWL vor allem die Werkstoffe, da Werkstoffe und Halbfertigprodukte in der industriellen Produktion eine zentrale Rolle haben.
In der VWL wird dies recht ähnlich betrachtet, hier sind mit Kapital jedoch alle bereits fertigen, aber noch nicht an den Verbraucher/die Haushalte übergegangenen Erzeugnisse gemeint.

Dies ist eine zum Verständnis stark vereinfachte Darstellung. Eine wesentlich differenziertere Variante habe ich auf Wikipedia gefunden. Außerdem gab es direkt am folgenden Studientag eine erweiterte Version. Diese findet ihr sofort im nächsten Artikel!

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Über den Autor

Mario Liedtke

Mario Liedtke hat 2013 an der DAA Düsseldorf den 'Staatlich geprüften Betriebswirt' erworben. Nun bastelt er an seinem Master (MBA). Außerdem fotografiert er gerne und fliegt gelegentlich 3D-fähige RC-Helicopter. Manchmal verbindet er auch beides miteinander.

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2 Kommentare

1 Ping

  1. Slava

    Eine Frage !

    Welcher Produktionsfaktor wird in der industriellen Produktion moderner Volkswirtschaften nach und nach verdrängt?

  2. Mario Liedtke

    Das kommt drauf an. In der klassischen Betrachtungsweise muss die Antwort „Arbeit“ lauten, da Arbeit durch Kapital substituiert wird. Zum Beispiel durch Strom, der bezahlte Machinen antreibt, welche dann die Arbeit reduzieren. Neuzeitlicher betrachtet ergeben sich weitere Möglichkeiten z.B. wenn man Wissen als Produktionsfaktor hinzunimmt, welches bislang eher zu Arbeit gehörte.

    Allerdings störe ich mich ein wenig an der Formulierung „nach und nach“, da dies unterstellen könnte, dass die Vedrängung irgendwann absolut wird. Ich würde deshalb eher sagen „verdrängt tendenziell“. Die weitere Entwicklung könnte auch zu einer Verschiebung führen, wenn durch Industrialisierung mit weniger physikalischem Abeitskraftbedarf und gewonnenem Wissen bzw. höherer Bildung die Produktion und der Verbrauch effizienter werden – z.B. dünnere Bleche bei Autos durch stabilere Konstruktionen, weniger Verbrauch von Motoren durch Innovationen = weniger Rohstoffbedarf – und somit der klassisch zur Arbeit gehörende Produktionsfaktor Wissen und Bildung zu einem sinkenden Bedarf an Rohstoffen, sprich Boden, führt.

    Man darf auch nicht vergessen, dass die durch Rationalisierung freigesetzen Arbeiter zu einem Anstieg des Angebotes und der Nachfrage von Dienstleistungen geführt haben.

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