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Nov 22 2013

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Was bedeutet Betriebswirt eigentlich?

 

Was bedeutet staatlich gerpruefter Betriebswirt eigentlich

Gelegentlich fragen mich Freunde und Bekannte, was es denn überhaupt heißt, wenn jemand „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ ist. Auch Personalverantwortliche wissen dies nicht immr genau, wie ich kürzlich anläßlich von Bewerbungsgesprächen lernen musste. Grundsätzlich leitet sich fast alles aus den Worten selbst ab. Wirtschaften ist der verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit knappen Resourcen, hier eben speziell im Bereich von Betrieben sprich: Unternehmen. Staatlich geprüft bedeutet hier, dass die Qualität des Abschlusses von staatlicher Seite gesichert wird. Hierzu sind in der Regel mindestens 2.400 Unterrichtsstunden in u.a folgenden Fächern erforderlich: Deutsch-Kommunikation, Mathematik, Englisch, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre (BWL + VWL), Recht, Projektmanagement, Rechnungswesen, Informationstechnologie (IT/EDV), Personal und Marketing.

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Betriebswirte sind also so etwas wie die Schweizer Taschenmesser für mittleres Management bis zur Unternehmensführung. Der Abschluß ist nach deutschem und europäischem Qualifikationsrahmen (DQR/EQR) auf Rang 6 eingestuft worden und somit einem Bachelor gleichrangig, ohne jedoch bereits auch schon ein akademischer Titel zu sein.

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Noch ausführlicher ist es im Europass aufgeschlüsselt. Hier ein Auszug:

Staatlich geprüfte Betriebswirte…

• Verfügen über ökonomische Urteilsfähigkeit auf der Basis breiter und integrierter wirtschaftstheoretischer, wirtschaftspraktischer, rechtlicher und gesellschaftspolitischer Kenntnisse und Fertigkeiten
• Besitzen eines vertieften Verständnisses marktorientierten Entscheidens und Handelns
• Beherrschen von Analyse-, Entscheidungs-, Kommunikations- und Kontrollverfahren
• Verfügen über ein breites Spektrum an Methoden zur fachgerechten und lösungsorientierten Bearbeitung komplexer unternehmerischer Aufgaben- und Problemstellungen
• Verfügen über spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet der branchentypischen Qualitätssicherung
• Verfügen über vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet ökonomischer, technologischer, politischer, ökologischer und sozialer Strukturen
• Souveränes Anwenden moderner betrieblicher Organisations-, Informations- und Kommunikationssysteme
• Gestalten betrieblicher Geschäftsprozesse einschließlich der für die Realisation notwendigen Maßnahmen und Tätigkeiten auf der Grundlage betriebspolitischer, planerisch-gestaltender Entscheidungsvorgaben
• operatives Leiten und Führen in betrieblichen Funktionsbereichen wie Marketing, Beschaffung, Leistungserstellung, Controlling, Finanzierung oder Personalwesen
• Ergreifen von Initiativen, um notwendige Informationen für Entscheidungen zu beschaffen
• Anwenden kundenorientierter Kommunikation
• vorausschauendes und verantwortliches Abwägen und Treffen von Entscheidungen
• situationsadäquates Einsetzen von Fremdsprachenkenntnissen
• Anwenden von Konfliktmanagementmethoden
• Beurteilen und Führen von Menschen
• vertieftes Verstehen von Gruppenstrukturen und positives Beeinflussen und Leiten von Gruppen
• kooperatives und kommunikatives Verhalten im Team
• Übernehmen von unternehmerischer und sozialer Verantwortung
• berufsethisches sowie ökonomisch und ökologisch bewusstes Handeln im Kontext nachhaltiger Entwicklung

Das ist doch schon einiges, und erklärt vielleicht auch, warum ein Betriebswirt ersteinmal herumdruckst und gar nicht weiß, wo er überhaupt anfangen soll!

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Über den Autor

Mario Liedtke

Mario Liedtke hat 2013 an der DAA Düsseldorf den 'Staatlich geprüften Betriebswirt' erworben. Nun bastelt er an seinem Master (MBA). Außerdem fotografiert er gerne und fliegt gelegentlich 3D-fähige RC-Helicopter. Manchmal verbindet er auch beides miteinander.

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