Aug 15 2011

Formelsammlung BWL Kennzahlen

DAA BWL 07.12.10++

 

Formelsammlung BWL Kennzahlen
Erstes und zweites Semester

 


Diese Grafik gibt es als besonderen Service auch nochmal als PDF zum downloaden und ausdrucken.

BWL Kennzahlen

Ausgehend von der Bilanz lassen sich viele absolute Informationen über eine Firma herausfinden. Diese mögen eindrucksvoll erscheinen können, sind für sich alleine aber noch nicht aussagekräftig. Sie müssen erst in Relation gesetzt werden. Dies geschieht anhand der Kennzahlen. Die wichtigsten Kennzahlen sind in der obigen Grafik vorgestellt.

Eigenkapitalrentabilität

Wir stellen den Gewinn unserem eingesetztem Eigenkaptial gegenüber und erhalten den Wert, wie sich unser Eigenkaptial verzinst hat.

Gesamtkapitalrentabilität

Wir stellen den Gewinn und die Fremdkapitalzinsen dem eingesetztem Gesamtkapital gegenüber und erhalten den Wert, wie sich unser Gesamtkapital verzinst hat.

Umsatzrentabilität

Wir stellen den Gewinn unserem Umsatz gegenüber und erhalten den Wert, wieviel Umsatz wir generieren müssen, um einen Euro Gewinn zu erwirtschaften.

Arbeitsproduktivität

Die Menge produzierter Güter geteilt durch den dafür nötigen Zeitaufwand.

Kritische Gesamtkapitalrentabilität

Diesen Punkt schauen wir uns in einem folgenden Beitrag noch sehr ausführlich an, wenn es um den Leverage-Effekt geht. Der GKRkrit offenbart uns, ob wir noch in der Gewinnzone arbeiten, oder in die Verlustzone mit Eigenkapitalverzehr geraten.

Anlageintensität

Zeigt uns, wieviel unseres Gesamtkapitals in Anlagen investiert haben.

Verschuldungsgrad

Gibt uns an, wie die Balance zwischen Eigenkapital und Fremdkapital im Unternehmen ist.

EK-Quote

Gibt uns an, wie hoch der Anteil unseres Eigenkapitals am Gesamtwert des Unternehmens ist.

FK-Quote

Gibt uns an, wie hoch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtwert des Unternehmens ist.

Anlage-Deckung

Gibt uns an, wie viele unserer Anlagen wir vom Eigenkapital hätten beschaffen können.

Liquidität

Die Liquidität wird in drei Grade unterteilt und auf die kurzfristigen Verbindlichkeiten bezogen. Damit ein Unternehmen als liquide gilt, sollte mindestens einer der Grade die den empfohlenen Werten entsprechen. Diese sind 50% für den ersten, 100% für den zweiten und 200% für den dritten Grad. Beispielhaft an einer Privatperson erklärt könnte dies so aussehen: Herr Liquide muss bald für Miete, Telefon und Strom 1.000,- bezahlen. Er hat aktuell 200,- Euro im Portmainee und 300,- Euro auf der Bank. Damit erfüllt er LG I. Ein Bekannter schuldet ihm noch 500,- Euro aus einer Zechtour. Somit erfüllt Herr Liquide auch LG II. Da Herr Liquide einen Job hat, wird er für seine Arbeitskraft im nächsten Monat wieder mindestens  1.500,- Euro erhalten. Somit ist auch Liquiditätsgrad III erreicht.

Goldene BilanzRegel

Ein Unternehmen gilt als gesund, solange sein Eigenkapital plus das langfristige Fremdkapital das Anlagevermögen übersteigt.

[warning]Diesen Beitrag habe ich außer der Reihe vorgezogen, da die Kennzahlen ein wichtiger Teil folgender Blog-Artikel sein werden und ich sie an zentraler Stelle vorab darstellen möchte.[/warning]

 

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