Aug 23 2011

Grundlagen Wirtschaftsinformatik

DAA WI 05.11.10

Grundlagen der Wirtschaftsinformatik

Ähnlich wie bei Mathe wurden wir von unserer Dozentin auch in WI ganz „vorne“ abgeholt. Und es zeigte sich, dass dies auch notwendig war. Denn längst nicht jedem Studenten war wirklich alles geläufig, was ich nun hier als Grundlagen präsentiere.

Ein- und Ausgabegeräte

Schon die Aufgabe, je fünf Eingabe- und Ausgabegeräte zu benennen, hat fast jeden überfordert. Das hat selbst mich erstaunt. Zwar beschäftige ich mich seit den frühen 80’ern  mit Computern, aber ich dachte die frischen Generationen wären da alle per se auf Zack. Also hier ein paar Beispiele:

Eingabegeräte:

  • Tastatur
  • Touchscreen
  • Scanner
  • Maus
  • Mikrofon
  • Kamera
  • Touchpad
  • Trackball
  • Joystick
  • Gamepad
  • Trackpoint

Ausgabegeräte:

  • Monitor
  • Beamer
  • Drucker
  • Printer
  • Plotter
  • Lautsprecher
  • Headset/Kopfhörer
  • 3D-Drucker
  • CAD/CAM-Anlagen

 Welche Faktoren beeinflussen die Leistung eines Computers besonders stark?

  • Prozessor/Prozessortakt: Je schneller die CPU, desto besser.
  • RAM-Größe und Taktung: Je mehr RAM vorhanden, desto weniger notwendig werden Verzögerungen durch die Auslagerungsdatei.
  • Grafikkartenprozessor: Entlastet CPU bei der Darstellung, sorgt für ruckelfreie Animationen, Videos und Präsentationen.
  • Speicherplatz: Erhöht zwar nicht die Performance, aber den Nutzen, ergo auch die Leistung. Je mehr, desto besser.
  • Anzahl und Größe der Anwendungen: Auch die Anzahl und der Speicherhunger der Anwendungen beeinflusst die Leistung des Computers. Je mehr aufwendige Anwendungen laufen, desto langsamer arbeitet der Computer die einzelnen Programme ab. Je mehr Speicher diese fordern, desto eher muss er RAM-Inhalte auf die Festplatte auslagern.

Wozu sind folgende Schnittstellen vorgesehen?

  • USB (Universal Serial Bus): Der USB ist eine Hot-Plug-Fähige Verbindung, sie kann also im laufenden Betrieb gewechselt werden und wird selbständig erkannt. USB bietet auf insgesamt vier Adern 5V Spannung mit ca. 500mW Leistung, sowie zwei serielle Kanäle.
  • RS232: Diese serielle Schnittstelle mit Übertragungsraten von 300 bis 115.200 (aktuell sogar bis 500.000) bit/s über mindestens drei Adern, bei mehr Adern zusätzlich mit Handshake-Funktionalität.
  • Parallele Schnittstelle: Veraltete Schnittstelle zum Anschluß von Druckern, später auch für PC-zu-PC-Verbindungen genutzt (Laplink). Auch unter dem Namen „Centronics„-Schnittstelle bekannt.
  • Netzwerkanschluss RJ-45: Ermöglicht die Verbindung zu anderen Computern in einem Netzwerk. RJ-45 hat sich gegenüber Cheapernet/RG58 mit BNC Steckern durchgesetzt.
  • FireWire: Diese Schnittstelle dient dem schnellen Datenaustausch vor allem mit Multimediageräten wie z.B. miniDV Camcordern, aber auch Festplatten.

Was ist ein

  • PC?
    Ein PersonalComputer, der von einer einzelnen Person genutzt wird.
  • Desktop-PC
    Früher: PC im Desktop-Format, bei dem das Gehäuse auf dem Tisch lag und als Ständer für den Monitor diente.
    Heute: PC der am Arbeitstisch steht. Meist im Midi-Tower- oder Mini-Tower-Format/Gehäuse.
  • Laptop
    Tragbare PCs älterer Bauart mit oder ohne Akku. Meist ohne Maus oder nur mit Trackball. Oft noch mit s/w-LCD Bildschirmen, manchmal mit TN-Farbdisplays, selten mit Aktiv-TFT-Farbdisplays. Ein Laptop hat außerdem ein Disketten-Laufwerk.
    KEIN MENSCH hat heute noch einen Laptop! Die heissen jetzt NOTEBOOKS!
  • Notebook
    Heute oft fälschlicherweise „Laptops“ genannt. Notebooks sind dünner und leichter als Laptops, haben immer einen Akku und eine Maussteuerungsmöglichkeit wie Touchpad oder Trackpoint. Notebooks erreichen tendenziell etwas weniger Leistung als Desktop-PCs, sind dafür aber meist teurer, was an der Miniaturisierung und dem eingebauten Monitor liegt.
  • Tablet-PC
    Ein besonders gut im Stehen benutzbares Notebook-ähnliches Gerät, welches ausschliesslich per Touchscreen bedient wird.

Was ist ein

  • PDA
    Der Personal-Digital-Assistant ist ein kleiner tragbarer Computer, der vor allem für persönliche Kalender-, Adress- und Aufgeabenverwaltung gedacht ist und oft über Apps oder Miniprogramme erweitert werden kann. Palm PDAs wie der m100 boten schon Jahre zuvor ähnliches wie aktuell viele Smartphones mit ihren Apps.
  • Smartphone
    Das Smartphone ist ein Mobiltelefon, dass erfolgreich um die Funktionen eines PDAs erweitert wurde und sich zumeist auch seinen Abmessungen angenähert hat.
  • Multimediaplayer
    Tragbares Gerät, das Musik, Fotos und Videos wiedergeben kann. Z.B. der Apple iPod.

Welche Speicherarten gibt es in der Zentraleinheit und worin unterscheiden sie sich?

  • Zentraleinheit (CPU)
    Zuvor sei an dieser  Stelle auf die Mehrdeutigkeit der Begriffe Zentraleinheit und CPU verwiesen.
    Während im technischen Sinne beides für die Benennung des Prozessors eines Computers verwendet wird, nennen Kaufleute gern das komplette PC-Gehäuse so.
  • RAM
    (Random-Access-Memory=Speicher mit wahlfreiem Zugriff)
    Enthält die Daten und Programme die aktuell bearbeitet werden. Der Inhalt von RAM-Speicher benötigt Strom um erhalten zu bleiben. Nach dem Ausschalten ist das RAM immer leer!
  • ROM
    (Read-Only-Memory = Nur-auszulesender-Speicher)
    Das ROM speichert seine Daten nichtflüchtig. Sie bleiben ohne Stromzufuhr erhalten. Das ROM ist (im Normalbetrieb) nicht beschreibbar, sondern nur lesbar. Dies prädesteniert es dazu, diejenigen Programme zu enthalten, die den Rechner nach dem Einschalten betriebsbereit machen. Früher war dies oft ein gesamtes BASIC-Betriebssystem, heute verwalten die BIOSse und EFIs die grundlegende Hardware des PC und sorgen dafür, dass das eigentliche Betriebssystem von einem angeschlossenen Datenträger geladen werden kann (Boot-Vorgang).

Wie wird die Speicherkapazität gemessen?

  • Bit
    kleinste Maßeinheit für Informationen. Es kann „0“ oder „1“ enthalten.
  • Byte
    Verbund von 8 Bits, kann Werte von 1-256, bzw. 0-255 enthalten und somit 1 ASCII-Zeichen abbilden.
  • KB
    Ein Kilobyte sind 1024  Bits.
  • MB
    Ein Megabyte sind 1024 KB.
  • GB
    Ein Gigabyte sind 1024 MB.
  • TB
    Ein Terabyte sind 1024 MB.

Richtigerweise sind diese Werte in 1024er Einheiten, also 2^10 zu bemessen. Gerade bei Festplattenherstellern hat sich jedoch die Berechnung mit 1000er Einheiten durchgesetzt. Dies ist auch der Grund, warum eine Festplatte nach dem Formatieren so viel weniger Speicherplatz anzeigt, als vermutet. Dies war nicht immer so! (Die Formatierungsdaten sind vernachlässigbar klein)

Was sind die wichtigsten und gängigsten Speichermedien?

  • CD
    Optischer Datenspeicher mit 650/700MB Nutzdaten
  • DVD
    Optischer Datenspeicher mit 4.500/9.000 MB Nutzdaten
  • USB-Stick
    Kleines Gerät für den USB-Anschluss in Taschenmesser-Größe, welches mit nichtflüchtigem SSD-RAM arbeitet.
  • Speicherkarte
    SD- oder CompactFlash-Karte, vorwiegend für Kameras in Verwendung.
  • interne Festplatte
    Fest im PC verbaute Festplatte. Daten werden magnetisch verwaltet.
  • externe Festplatte
    Portable Version der internen Festplatte, meist mit separatem Netzteil.
  • NAS
    (Network Attached Storage)
    Eine externe Festplatte mit erweiterter Netzwerkfunktionalität, oder ein Server-PC der die Speicherfähigkeit seiner Festplatten – oft im RAID-Verbund – anderen Geräten zur Verfügung stellt.
  • Online Speicherplatz
    Speicherplatz im Internet, der nur online zur Verfügung steht und über WEBDAV, FTP oder SFTP Daten servt.

Na? Alles gewußt? 🙂

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