Sep 02 2011

Güter: Produzieren & Konsumieren, Opportunitätskosten

DAA VWL 26.11.10

Produzieren <-> Konsumieren

Am Anfang eines ganz neuen Wirtschaftskreislaufes gibt es noch keine Güter. Diese müssen erst produziert werden. Güter, die in einer Volkswirtschaft produziert werden, sollen die Bedürfnisse der Volkwirtschaft oder anderer Volkswirtschaften befriedigen. Die Bedürfnisse dürfen als maximal oder unendlich angesehen werden. Dem stehen knappe wirtschaftliche Güter gegenüber, denn die Volkswirtschaft kann nicht unbegrenzt produzieren.

Güterarten

Grundsätzlich wird zwischen drei Arten von Gütern unterschieden.

Freie Güter

wie Luft, das Regenwasser und alles was die Natur uns allen schenkt.
Freie Güter sind nicht knapp. Sie sind im Überfluss vorhanden und sind ohne Gegenleistung erhältlich.

Öffentliche Güter

können z.B. Strassen und Schulen sein. Sie sind von der Gemeinschaft, also der jeweiligen Volkswirtschaft gemeinsam erschaffen worden.

Wirtschaftliche Güter

sind alle Güter die produziert wurden um Bedürfnisse zu befriedigen. Sie sind knapp und somit muss eine Gegenleistung dafür erbracht werden.

 

Ökonomisches Prinzip

Für ein Unternehmen gibt es dabei zwei Prinzipien zwischen denen es auswählen kann, um Güter zu produzieren:

Maximalprinzip

Ein maximales Ergebnis mit den gegebenen Mitteln erreichen.
10 Holzfäller sollen bei 8h täglicher Arbeit möglichst viele Bäume fällen.

Minimalprinzip

Ein bestimmtes Ziel mit minimalsten Mitteln erreichen.
Eine möglichst niedrige Anzahl Holzfäller soll pro Tag mindestens 10 Bäume fällen.

 

Opportunitätskosten

Kosten/Nutzen Analyse

Jede Geldeinheit die ein Unternehmen investiert, kann nicht mehr anderweitig ausgegeben werden. Deshalb muss der Nutzen aus der Investition größer sein, als bei alternativen Möglichkeiten. Beispiel: Wer 100,- Euro investiert, aber nur 101,- Euro nach einem Jahr erwirtschaftet hat, hätte sein Geld vielleicht besser bei der Bank investiert und mit 3% Zinsen 103,- Euro erwirtschaftet. Zwar hat er so oder so einen Gewinn gemacht. In dem einen Falle von 1,- Euro, im anderen aber von 3,- Euro.
Er hat somit eigentlich keinen Gewinn mit seiner Unternehmung gehabt, sondern Kosten. Denn er hat gegenüber der Bankanlage einen Verlust erwirtschaftet. Diesen Verlust nennt man Opportunitätskosten.

 

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