Sep 18 2011

Kommunikation

04.02.11 DAA Deutsch

Kommunikation

Die Kommunikation kann, siehe Schaubild, verbal oder nonverbal erfolgen. Ganz getreu Watzlawicks Thesen

Watzlawicks Thesen

Erste These

  • „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Zweite These

  • Jede Kommunikation hat einen Inhaltsaspekt und einen Beziehungsaspekt.“

Kommunikations-Modell

Der Sender kodiert seine Idee zu einer -> Nachricht in ein sprachliches Zeichensystem, welches der Empfänger dekodiert. Der Sender benutzt dazu seinen individuellen Zeichenvorrat, welcher sich aus

  • Wortschatz
  • Ausdruck
  • Syntax und
  • Grammatik

zusammensetzt. Damit der Empfänger die Nachricht verstehen kann, muss ein gemeinsamer Zeichenvorrat vorhanden sein. Damit ist nicht nur die gleiche Sprache gemeint, sondern auch ein möglichst übereinstimmendes Verständnis, was mit den Zeichen gemeint ist. Siehe auch dieser Beitrag, mit der Treppen-Illustration.

Codierungsebenen

Auf dem Weg vom Sender zum Empfänger durchläuft die Nachricht drei Ebenen der Codierung:

  • Semantische Codierung
    Hier beginnt die Wortfindung und das hinarbeiten auf eine inhaltliche Präzision
  • Syntaktische Codierung
    Hier findet die Umsetzung in einen korrekten Satz statt. Satzarten sind grundsätzlich
    • Aussagesatz
    • Fragesatz
    • oder Imperativ
      (Aufforderungssatz -> „Sitz still!“)
  • Phonologische Codierung
    Hier nun geht es um die Aussprache und die Betonung der Silben.

Situativer Kontext

Je präziser der situative Kontext, desto ungenauer kann die Codierung sein. Ist der situative Kontext zum Beispiel eine Autowerkstatt in der ein Meister unter einem Auto arbeitet während sein Lehrling daneben steht, so darf der Meister ruhig „Zehner!“ sagen und davon ausgehen, dass er korrekt verstanden wird, und einen 10er Maulschlüssel angereicht bekommt. Stellen Sie sich aber auf den Marktplatz und rufen „Zehner!“ so werden Sie höchstwahrscheinlich nur verwunderte Blicke ernten. Mit viel Glück rückt jedoch ihr Kleidungsstil sie in einen situativen Kontext und ein reicher Mitbürger erbarmt sich ihrer und gibt Ihnen tatsächlich zehn Euro..

Beziehungsarten

Kommunikation ist außerdem immer entweder symmetrisch oder komplementär. Dies ist abhängig davon, wie die Parteien zueinander stehen.

  • Symmetrisch

Ein Liebespaar wird sich meist – zumindest am Anfang – immer symmetrisch verhalten. Es wird versuchen Gleichheiten zu finden und Unterschiede vermeiden wollen. Beide Partner sind hier gleich stark.

  • Komplementär

Hier ist eine Partei die Stärkere, wobei beide Parteien versuchen, sich zu ergänzen.

Rollenerwartung – Rollendistanz

Zu guter Letzt gibt es auch noch eine Erwartung, die man bei der zwischenmenschlichen Kommunikation hat: So kann der knallharte Manager gleichzeitig ein liebevoller Vater sein. Dies führt dazu, dass er im Geschäftsleben und Privatleben verschiedene Rollenerwartungen zu erfüllen hat. Er muss also auch eine Rollendistanz zur jeweils nicht benötigten Rolle aufbauen.

 

 

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