Aug 25 2011

Vom Kontenplan zum Dialog- und Stapelbuchen

DAA Lexware 08.11.10

Vom Kontenplan zum Dialog- und Stapelbuchen
mit Lexware Financial Office pro 2010

Die Einführung in Lexware Financial Office pro 2010 enthielt den Kontenplan über 8 (!) Seiten. Somit ist der Kontenplan recht umfangreich. Dies liegt auch daran, dass er noch einige Konten mit Umsatz-Steuersätzen vor der letzten Steuererhöhung enthält um damit buchen zu können. Es sind also einige Konten doppelt vorhanden, jedoch mit unterschiedlich hinterlegten USt-Schlüsseln.

Dialogbuchen oder Stapbelbuchen?

Unter Lexware kann man zwischen Dialogbuchen und Stapelbuchen wählen. Der Unterschied ist die Unmittelbarkeit. Dialogbuchen bedeutet das sofortige, unmittelbare Buchen auf die betroffenen Konten. Eine Korrektur ist nur noch über eine umgekehrt identische Gegenbuchung möglich. Wer sich also vertan hat und beispielsweise Forderungen(2400) an Kasse(2880)* gebucht hat, muss mit Kasse(2880) an Forderungen(2400) zurückbuchen und dann nochmal mit Kasse(2880) an Forderungen(2400) die eigentliche Buchung vollziehen.
*(Forderungen an Kasse ist ein grundsätzlich falscher Buchungssatz. Beide Konten sind aktive Bestandskonten und mehren sich im Soll. Forderungen an Kasse würde also bedeuten, wir nähmen Geld aus der Kasse um unsere eigenen Aussenstände zu vergrößern. Die Zahlen sind die Kontonummern, nicht die Werte!)

Dem steht das Stapelbuchen entgegen. Hier werden die Buchungen zunächst nur erfasst, aber noch nicht verbucht. Das angelegte Journal wird erst verbucht, wenn die Verarbeitung des Stapels angestoßen wird. Sämtliche erfassten Buchungen lassen sich also noch beliebig korrigieren.

Das Stapelbuchen scheint also gerade zum Erlernen von Lexware optimal zu sein. Leider ist das Gegenteil der Fall. Denn die Offenen Posten machen uns einen Strich durch die Rechnung: Im Verlauf von Übungsaufgaben folgt auf einen Einkauf oder Verkauf meist die sofortige Zahlung. Diese soll (und muss(!)) über die Offenen Posten ausgebucht werden. Wenn diese jedoch noch nicht tatsächlich verbucht sind, sondern im selben Stapel vorliegen, kann Lexware dies nicht händeln. Es bleibt also nur das direkte Dialogbuchen mit der gebotenen Vorsicht. Ansonsten hat man in seinem Journal hinterher einen ziemlich schwer nachzuvollziehenden Kuddelmuddel aus Falsch+Korrekturbuchungen und gewünschten Buchungen.

Im echten Büroalltag dürfte dieses Manko jedoch keines sein, da hier die Aufgaben auch in Stapeln vorliegen. Beispielsweise erst einen Stapel Bestandsveränderungen, dann einen Stapel AusgangsRechnungen, dann ein Stapel Bankbelege.

 

 

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