Aug 10 2011

Vortrag oder Präsentation

Vortrag

Der Vortrag ist eher eine Rede. Er wird oft frei gehalten oder sogar in Form einer spontanen Stegreifrede. Ein Vortrag sollte nicht länger als maximal 10min dauern. Die Konzentration der Zuhörer läßt sonst nach.

Präsentation

Auch bei der Präsentation kommt man nicht um die Rede herum. Doch diesmal ist sie multimedial unterstützt. Das kann ganz altmodisch in Form einer Tafel oder Flipcharts sein, oder klassisch mit einem Overheadprojektor oder eben ganz modern mit einem Beamer und einer Powerpointpräsentation oder einem Video. Eine Präsentation hält die Lebensgeister der Zuhörer zwar länger wach, sollte jedoch 30min. nicht überschreiten.

Was wird benötigt?

Fachkompetenz

Man sollte so sattelfest wie nur möglich im Thema sein. Die 20:80 Regel hilft hier. Sie besagt, dass man nur maximal 20% des eigentlichen Wissens präsentieren soll, und 80% in der Hinterhand behalten soll. Der Sinn darin besteht nicht, das Publikum unwissend zu halten, sondern vielmehr sich einerseits auf die Kernaussagen zu konzentrieren, die man transportieren will, andererseits aber auch um noch genug Wissen im Hintergrund zu haben um Fachfragen zum Thema kompetent beantworten zu können.

Vortragskompetenz

Hierunter fallen Sprachkompetenz, Sicherheit und Übung. Die Sprachkomptenez bedeutet nicht nur, alle benötigten Fachbegriffe zu kennen und korrekt aussprechen zu können, sondern auch die generelle Wortwahl und Satzbauweise. Denn der Vortrag sollte nicht vollständig abgelesen werden, sondern nur mit Stichwortkarten unterstützt sein. Das „geerdete Stehen“ kann gerade ungeübten Sprechern zu mehr Sicherheit verhelfen. Dabei wird ein sicherer Stand eingenommen, nicht zu breitbeinig, aber so, dass die Füße in schulterbreitem Abstand stehen und der Sprecher aufrecht und grade steht. Dies sorgt für eine positive innere Körperspannung, freie Atmung und ein optisch einwandfreies Bild des Sprechers. Und wie in allen Dingen: Je öfter es geübt wird, desto leichter fällt es.

Selbstbewußtsein

Vor einer großen oder auch kleinen Gruppe von Menschen plötzlich einen Vortrag halten zu müssen, ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung. Das hat auch mit der Redeangst zu tun, über dich ich später noch im Rahmen einer Gruppenarbeit spreche. Gute Vorbereitung, Generalproben und Fachkompetenz -auch erst kürzliche und nur zu diesem Zweck angeeignete- können die Ängste jedoch mildern und das Selbstbewußtsein stärken.

Analytische Vorausarbeit

  • Zuhörer
    Wer werden ihre Zuhörer sein? Sprechen Sie vor Fachpublikum, oder sollen sie Laien an ein Thema heranführen?
  • Ziel
    Welches Ziel soll der Vortrag haben?
  • Zeit
    Welcher Zeitrahmen steht Ihnen zur Verfügung, und müssen Sie diesen ausfüllen oder dürfen Sie sich auch kürzer fassen?
  • Medien 
    Welche Präsentationsmöglichkeiten haben sie vor Ort? Nicht überall sind Flipcharts und Beamer zur Hand!

Vortragsformen

  • frei
    Dies ist die schwerste Vortragsart, da die Gefahr groß ist, das Ziel zu verlieren, oder Unterpunkte zu vergessen oder durcheinander zu bringen.
  • halbfrei
    Dies ist die empfohlene Vortragsart. Sie tragen, unterstützt von der Kartentechnik, Ihren Vortrag souverän vor. Die Kartentechnik bedeutet, dass Sie nummerierte Karteikärtchen mit Stichwörtern benutzen und dann relativ frei -wie vorher geplant- über das Thema vortragen.
  • gebunden 
    Dies ist die Methode für ganz Unsichere. Sie werden damit zwar über die Runden kommen, aber höchstwahrscheinlich wird der fehlende Blickkontakt ihr Publikum stören und für Distanz sorgen. Außerdem ist die Gefahr des Verhaspelns grade beim Ablesen nicht von der Hand zu weisen. Diese Methode ist also eher schlecht. Wer jedoch zu wenig Übung hat, dem mag sie ein Rettungsstrohhalm sein, auf den er nicht verzichten möchte.

Kartentechnik ftw!

Das Hilfsmittel der Wahl für die halbfreie Vortragstechnik ist die Kartentechnik. Wir kennen sie alle von den Nachmittags-Talkshows und sogar auch von Günter Jauch. Die Kartentechnik hilft uns, den Überblick zu behalten und keinen Unterpunkt auszulassen. Der vorzutragende Punkt wird dann in freier Rede vorgetragen, was angesichts der vorigen Auseinandersetzung mit dem Thema des Vortrages kein Problem sein sollte. Gute Vorbereitung ist alles!

  • Größe medium wählen
  • nur einseitig beschriften
  • leserlich beschriften
  • Karten nummerien
    ggf. synchron zu Powerpoint
  • Stichpunkte strukturieren
    (nummerieren, formatieren, fett, kursiv etc)

 

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